648 Businessmodelle für Fotografen

Bevor man in den Verkauf von Fotos einsteigt, sollte man sich wie bei jedem Business zuvor einige Fragen beantworten, um zu klären, welches Businessmodell das für die eigenen Ansprüche und  Möglichkeiten am besten geeignete ist. Erst dann kann man Lösungen suchen und beurteilen.

Ich habe mal sechs Kriterien identifiziert, die ich in diesem Zusammenhang für wichtig halte.

Wenn man die Anzahl der jeweils möglichen Antworten ausmultipliziert, erhält man die erstaunliche Anzahl von 648 möglichen Kombinationen.

Jede davon stellt praktisch ein Geschäftsmodell dar. Klar, nicht jede Kombination ist sinnvoll und noch weniger sind schon in funktionierende Lösungen umgesetzt worden. Andererseits erhebe ich nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, so daß es rein theoretisch eine noch größere Anzahl von Businessmodellen geben kann.

 

die angestrebte Zielgruppe (3)

Privatkunden suchen

  • Abzüge von ihren Events (Hochzeiten, Partys …)
  • besondere Motive zur Dekoration der Wohnung
  • Geschenkartikel
Publizisten suchen Bilder für ihre

  • Artikel,
  • Bücher,
  • Blogs …
Produzenten suchen außergewöhnliche Motive zur Herstellung von Produkten

  • Tapeten,
  • Tür- und Fensterfolien,
  • Textilien …

 

die Art der Artikel (3)

Downloads Die Fotos werden als jpg angeboten und können vom Käufer in seinen Publikationen oder zur Herstellung von Produkten verwendet werden.
Abzüge (Papier-)Abzüge können in verschiedenen Größen, bis hin zu Postergröße, bestellt werden.
Die Lieferung erfolgt über einen an den Shop angeschlossenen Bilderdienst.
Produkte höherwertige oder spezielle Fotoprodukte:

  • Drucke auf Leinwand, Acryl …,
  • Fototapeten, Türfotos,
  • Geschenk- und Gebrauchsartikel

der Vertriebsweg (3)

Agentur Sie laden Ihre Fotos bei einer Agentur hoch, die dann die Vermarktung und die Abwicklung der Bestellungen übernimmt. Das bekannte Stockfoto-Modell.
Mietshops Ihr eigener Foto-Onlineshop wird auf dem Server eines spezialisierten Anbieters betrieben und für die individuellen Anforderungen des Fotografen eingerichtet.
Einbindung in die eigene Homepage ist möglich.
Kaufshop Die Software wird gekauft und auf dem eigenen Webspace installiert.

der geplante Arbeitsaufwand (2)

In welchem Umfang will und kann man die Produktion und das  Fulfillment selbst übernehmen.

auslagern
selbst übernehmen

Ihre eigene Rolle im Markt (6)

Agenturfotograf Sie vermarkten Ihre Bilder über eine Agentur und sind dort einer unter vielen Fotografen.
–> Micro- oder Macrostockagenturen
Alleinvermarkter Sie bieten Ihre Fotos und/oder Produkte unter eigener Regie und Kontrolle an.
–> eigene Homepage
Agentursoftware Sie gründen selbst eine Agentur und vermarkten neben Ihren eigenen Fotos auch die von anderen Fotografen.
Lizenzgeber suchen Sie gezielt Shops, denen Sie ihre Bilder-Lizenzen exklusiv anbieten
Lizenznehmer Motive einkaufen, um sie für Produkte zu verwenden
Dienstleister Fotoretusche, Scanservice, Fotobuchdesign

die Komplexität der Fotoprodukte (2)

Singles Jedes einzelne Foto wird als selbstständiges Produkt vermarktet: Download, Poster, Fotovorhang …
Multiples Mehrere Fotos werden zu einem Produkt kombiniert: Kalender, Fotobuch, Collage, Reportagen, Diashow …

Fazit

Auf jeden Fall dürfte klar werden, daß es nicht die zwei oder drei Möglichkeiten gibt, für deren Umsetzung man nur einem Schritt-für-Schritt-Plan folgen muß, um garantierten Erfolg beim Verkaufen von Fotos zu haben.

Das Internet bietet heute schon eine Reihe von Lösungen speziell für Fotografen und es kommen ständig neue hinzu. Nutzen Sie ihre Chancen. Finden Sie Ihre Ziele und die dazu passenden Lösungen heraus.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.